Statt einer riesigen Super-Bowl-Vorschau (ab 23.35 in der ARD) heute nur ein paar Schlaglichter auf ausgewählte Happen. (Für riesige Super-Bowl-Previews einfach bei den üblichen Verdächtigen vorbeischauen. Neben SI und ESPN kann ich CBSsports, FOXsports und NationalFootballPost.com empfehlen. Schön auch die große deutsche Vorschau bei AllesAußerSport. Sehr zu empfehlen auch die Previews bei Smart Football, bei Football Outsiders und dem Wall Street Journal.

Bei ESPN reden die beiden Super-Bowl-Coaches Mike Ditka und Jon Gruden mit Mike Tirico darüber, wie man als Coach einen Ring gewinnt.

“We need to deliver some remember-me hits” hat Saints DC Gregg Williams gesagt. Manning umhauen, früh, oft und öfter. Das ist das Ziel der Saints. So haben sie es auch mit Kurt Warner und Brett Favre gemacht. Dabei hätten sie durchaus zwei, drei Flaggen mehr für Late Hits kriegen können. Die Zebras werden sehr genau hinschauen; die Saints werden wohl auch Strafen für Roughing the Passer einkalkulieren, denn sie sehen in ihrer Shock-and-Awe-Taktik die einzige Chance. Die Jets, noch besser und aggressiver als die Saints, haben genau dasselbe versucht und wurden ab Mitte des zweiten Viertels mit chirurgischer Präzision von Peyton auseinandergenommen. “I call him The Sheriff – he always gets his man.” (Jon Gruden)

Entscheidend für Indys Offense ist TE Dallas Clark. Die Saints müssen Clark aus dem Spiel nehmen, um nicht völlig unterzugehen. Das wird schon schwierig genug, so gibt es eigentlich niemanden der ihn wirklich covern könnte. Und dann hat Peyton auch noch Reggie Wayne, einen der besten Receiver der NFL. Und wenn es schafft, diese beiden aus dem Spiel zu nehmen, wie die Jets im AFC Championship Game, dann kommen Rookie WR Austin Collie und Sophmore Pierre Garcon und fangen zusammen 18 Bälle.

Der Angriff der Saints ist nicht so gut wie sein Ruf. Der Ruf lebt immer noch von den ersten zehn, elfWochen der Regular Season. Danach haben sie erkennbar nachgelassen. Die letzten beiden guten Verteidigungen, gegen die sie spielen mußten, waren die Cowboys in Woche 15 und die Vikings im NFC Championship Game. Gegen die Boys reichte es nur zu 17 Punkten; 1-von-7 bei 3rd Downs. Gegen die Vikes konnte Brees nur 17 Pässe an den Mann bringen und erreichte nicht einmal 200 Yards. Insgesamt, inklusive Overtime, kamen die Saints auf nur 257 Yards. Es gibt keinen Grund einen nochniedagewesenen Shootout zu erwarten, wie das so viele kundige und unkundige Beobachter tun.

Indys Defense dagegen ist besser als ihr Ruf. Sie wird immer ein bißchen vergessen, weil Manning und die Offense so viel Platz einnehmen. Indy hat genau die richtige D, um gegen die Big-Play-Offense der Saints zu bestehen. Die Saints leben von den Big Plays – die Indy-D hat weniger Big Plays zugelassen, als alle andere Teams. (Und noch andere sehr informative Zahlen bei Mike Tanier vom FifthDownBlog.)

Zum Schluß wollen wir auf die mehr oder weniger hilfreichen Hinweise zur Halbzeit hinweisen, die MJD in der Shutdown Corner zusammengetragen hat. Und dann: viel Spaß!

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