Jacksonville Jaguars @ Philadelphia Eagles (7.30.pm)

Jaguars: Nach einer verkorksten Saison 2008, in der alles falsch zu laufen schien, wollen sich die Jacksonville Jaguars mit Coach Jack Del Rio wieder auf das besinnen, was sie 2007 bis in die Divisional Round der Playoffs gebracht hat: smashmouth football. Ein Footballspiel wird ja bekanntlich in the trenches gewonnen – oder verloren. Besonders auf der offensiven Seite hat es letztes Jahr gehakt. QB David Garrard hatte nicht die Zeit, die er brauchte und das running-back-duo Maurice Jones-Drew und Fred Taylor hatten keine großen Löcher. Zur Verstärkung wurde zuerst LT Tra Thomas als free agent verpflichtet. Thomas (2,01m, 144kg) war in seinen 11 Jahren bei den Eagles stets einer der besten left tackles der Liga und wurde dreimal in den Pro Bowl gewählt. Dazu haben die Jaguars in den ersten beiden Runden noch zwei hochkarätige OT gedraftet: Eugene Monroe (1,96m, 140kg) , OT von Virginia in der ersten Runde als 8. pick; und Eben Britton (Arizona, 2te Runde, 39. insgesamt). Alle drei kämpfen um einen starting job und weil Britton (1,98m, 140kg) auch guard spielen könnte, ist es auch recht wahrscheinlich, daß alle drei einen bekommen. Das größte Selbstbewußtsein dürfte Britton haben.

Eagles:
1. Michael Vick
2. Die neue defense. Neu heißt hier vor allem dezimiert. Am schwersten wiegt der Verlust von defensive coordinator Jim Johnson. Mit dem „master of the blitz“ stellten die Eagles in den vergangenen Jahren regelmäßig eine der besten Verteidigungen der Liga. Und die defense war es, die sie in den letzten acht Jahren fünfmal ins NFC Chmapionship Game getragen hat. Der alte Star seiner defense – S Brian Dawkins – wurde auf die Straße gesetzt, was viele verwundert hat. Ein junger Star seiner defense, MLB Stewart Bradley hat sich im Trainingscamp das Kreuzband gerissen. Es wird interessant sein, zu sehen, wie der neue defensive coordinator Sean McDermott die Verteidigung spielen läßt.

Dolphins @ Buccaneers 8.00pm

Dolphins: Bei den Dolphins sollte man ein Auge auf QB Chad Henne haben. Henne war vier Jahre lang der starting quarterback der Michigan Wolverines und wurde letztes Jahr von den Dolphins in der zweiten Runde gedraftet (57.). Er hat großes Potential und könnte vielleicht sogar schon dieses Jahr Chad Pennington verdrängen, spätestens aber nächstes Jahr. Heute wird er viel Spielzeit bekommen – und das gegen eine in großen Teilen neue defense:  ohne LB Derrick Brooks, LB Cato June und vor allem ohne defensive coordinator Monte „Tampa 2“ Kiffin.

Buccaneers: Aus dem Zweikampf um den spot als QB1 ist ein Dreikampf geworden. Zu Byron Leftwich und Luke McCown hat sich sophmore Josh Johnson hinzugesellt; 1st-round pick (17.) Josh Freeman dagegen hat keine Chance auf den starting job. Leftwich kam als free agent aus Pittsburgh, wo er – wenn er spielte – ziemlich gut aussah, am besten beim Monday Night Game in Washington. Luke McCown versucht schon seit 2005 sich bei den Buccaneers durchzusetzen – bis jetzt noch ohne durschlagenden Erfolg. Josh Johnson war ein Wunschspieler des entlassenen Trainers Jon Gruden. Er ist ein klassischer dual-threat-quarterback, der an der University of San Diego alle Rekorde gebrochen hat und letztes Jahr von den Bucs in der fünften Runde gedraftet wurde. (160.) Spielen werde heute wohl alle vier.