Nachdem sich schon unsere Freunde vom Football seit einigen Wochen auf dem Rasen gegenübertreten, laufen seit letzter Woche nun auch die ersten Trainings-Camps in der NBA an.
Wir von 4Viertel werden in den kommenden 30 Tagen jeden Tag ein Team vorstellen, dabei wird ein von mir erstellter TOP 30 Countdown, beginnend mit dem schlechtesten hin zum besten Team, als Grundlage dienen. Die Kriterien bleiben geheim, werden aber auch schon gerne mal als Subjektiv bezeichnet. Hier soll es weniger um Dreschen von Statistiken gehen, sondern mehr um „Guts“.
Am 27.10. wird dann der von mir erkorene „Champion“ aka „Das Team welches vom Papier her die besten Chancen hat“ den Abschluss bilden.

Los gehts heute mit der Nummer 30, den Sacramento Kings.

Mögliche Starting Five:

1. Tyreke Evans
2. Kevin Martin
3. Andres Nocioni
4. Jason Thompson
5. Spencer Hawes

Von der Bank kommen u.a. Spieler wie Beno Udrih – Francisco Garcia – Desmond Mason – Donte Greene – Kenny Thomas.

Hierbei fällt auf, dass kein richtiger Back-Up für Spencer auf der 5 vorhanden ist, am ehesten noch Jason Thompson oder Sean May, der nach 3 Jahren NBA auf insgesamt 82 Spiele kommt, in denen er sich entweder verletzt hat oder gerade von Verletztungen genesen war.

Bei den Point-Guards warten Herr Udrih und „Spanish Chocolate“ vergeblich auf Minuten, obwohl Tyreke Evans viele Fehler, sprich Turnover, zu Beginn seiner Karriere produzieren wird. Aber er ist gesetzt und wird sicherlich auch mit guten Stats aufwarten. Auf der 2 werden wohl kaum Minuten hinter Kevin Martin frei werden (38min letztes Jahr), es sei denn er verletzt sich mal wieder. In der Offense ist Martin auch einer der besten Spieler der Liga, in der Defense leider am anderen Ende des Spektrums.

Auf der 3 herrscht dagegen fast Überangebot an Spielern, alle jedoch mit Schwächen. Hier könnte auch Garcia starten, falls man seine Versatility der Firepower von Nocioni vorzieht. Dieser hat ja schon in Chicago als Ben Gordon Jr. überzeugen können. Desmond Mason kann viel, aber nichts so richtig – vor allem nicht werfen. Daher dürfte er bei seinen Mitspielern unten durch, bei den Coaches aber eher beliebt sein.

Bei den Power Forwards dürfte Donte Green n paar Minuten bekommen, da Jason Thompson immer noch mit dem Kopf durch die Wand unterwegs sein dürfte. Ansonsten halt Sean May wenn er den fit ist oder Kenny Thomas falls Sacramento verzweifelt ist. Was eher früher als später passieren dürfte.

X-Factor:
Tyreke Evans.
Point Guards und Center sind die wichtigsten Positionen im Basketball. Leider ist Tyreke keines von beidem. Obwohl seine Karriere am College anderes erzählt, darf man die schlechte Conference von Memphis nicht vergessen. „Built like a running back“ dürfte er imstande sein viele Point Guards zu überpowern und sein Zelt an der Freiwurflinie aufzuspannen. Entscheidend wird aber sein ob er es schafft seine Mitspieler einzusetzen, sprich Ihnen dauerhaft gute Wurfpositionen zu verschaffen. Ausgang offen.

Sleeper:
Jon Brockman.
Rebounds. Rebounds. Rebounds.
Da seine Mitspieler mit (Ver-)Werfen beschäftigt sein werden, muss irgendwer Rebounds holen. Brockman ist zwar weiß, undersized und slow – aber das ist Kevin Love auch. Und am College hat Brockman über 4 Jahre bewiesen wies geht.

Coach: Paul Westphal

Vielen noch aus seiner Zeit als Coach bei den Phoenix Suns und Seattle SuperSonics (R.I.P.) bekannt, stellt sich die Frage ob er der richtige ist ein junges Team zu führen. Auch schon lange nicht mehr als Headcoach aktiv gewesen.

Fazit:

Sacramento ist ganz klar im Rebuilding-Mode. Diese Saison will man den jungen Spielern Zeit geben Fehler zu machen und zu wachsen. Talent ist jedenfalls da. Leider stehen hinter zu vielen Positionen Fragezeichen (PG/C) und die anderen Teams sind einfach stärker, sodass man schon mal die Top-College Spieler scouten kann, falls es mit dem # 1 Pick klappt – die wenigsten Siege wird man jedenfalls einfahren…