Letzte Woche habe ich 12 der 14 Spiele richtig getippt, das macht für die Saison 42 von 61 (68,9%)

Sonntag, 1p.m. ET (18.00 Uhr)

Oakland(1-3) @ New York Giants (4-0)

Eli Manning ist angeschlagen (Fuß/Ferse) und wird vielleicht nicht Spielen; RB Ahmad Bradshaw ist angeschlagen; TE Kevin Boss ist verletzt; in der Verteidigung fehlen LB Bryan Kehl, Michael Boley, DE Chris Canty, CB Aaron Ross und S Kenny Philipps. Die Footballgötter lieben aber offensichtlich die New York Football Giants und setzen ihnen in dieser Woche die Oakland Raiders vor. Die Giants haben eine der besten defenses der Liga; erlauben nur 115 yards/Spiel per Paß und jetzt kommt JaMarcus Russell in die Meadowlands. Russell, 1st-overall-pick 2007, ist der schlechteste Quarterback der Liga – und das mit Abstand: 43/108 – 39,8% vollständige Pässe; 1TD, 4 INT, 42.4 QB-rating. Insgesamt schafft der Raiders Angriff nur 208,5 yards/Spiel und hat in den letzten drei Spielen zusammen nur 19 erzielt. Viel Spaß Giants!

Washington (2-2) @ Carolina (0-3)

Washington hat gegen die Detroit Lions verloren und die beiden Erfolge gab es gegen sieglose Teams. (St. Louis 0-4, Tampa Bay 0-4). Carolina hat überhaupt noch kein Spiel gewonnen, QB Jake Delhomme in den drei Spielen schon 7 interceptions geworfen und die Panthers Verteidung erlaubt pro Spiel 182,7 yards per Lauf – schlechtester Wert in der NFL; der Angriff macht pro Spiel 12,3 Punkte – 29. in der NFL. Wer soll dieses Spiel bloß gewinnen? VierViertel behauptet immer, wenn zwei Teams auf ähnlichem Niveau aufeinandertreffen, entscheiden drei Dinge: 1) turnovers, 2) penalties, 3) Special Teams. Weil Delhomme sein gesamtes Selbstvertrauen mit den sieben INT und dazu noch zwei verlorenen fumbles über Board geworfen hat, gewinnen die ´Skins.

Cincinnati (3-1) Baltimore (3-1)
Wenn die Bengals dieses Spiel gewinnen, übernehmen sie die alleinige Führung in der AFC North. Hört sich ungewohnt an, is aber so. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Denver in Woche eins haben die Bengals in Green Bay, gegen Pittsburgh und in Cleveland gewonnen. Cleveland ist nicht mehr eines der schlechtesten Teams, sondern eine mittelmäßiges; kein ganz starkes bis jetzt, aber es geht augenscheinlich bergauf. Die Ravens haben die Saison mit drei Siegen begonnen und letzte Woche knapp in New England verloren. Und das ist das Problem für Cincy. Nach dieser Niederlage werden die Ravens alles tun, um eine Duftmarke zu setzen und sich wieder als eine Mannschaft zu präsentieren, die um den Super Bowl mitspielt. Ravens.

Tampa Bay (0-4) @ Philadelphia (2-1)
Die Bucs sehen mittelmäßig aus, wenn sie gegen mittelmäßige Teams spielen (gegen Dallas 21-34, Buffalo 20-33, Washington 13-16). Und wenn sie gegen ein richtig gutes Team spielen (Giants) sieht das Ergebnis so aus: 0-24. Für die Eagles head coach Andy Reid ist das genau der richtige Gegner, um auszuprobieren, was er mit Michael Vick so alles anstellen kann; zumal Philly letzte Woche auch noch frei hatte und sich auf dieses Spiel also zwei Wochen vorbereiten konnte. Eagles.

Minesota (4-0) @ St. Louis (0-4)
Freilos für die Vikings! Nach Spielen gegen Cleveland und Detroit ist das nun schon das dritte mal Fallbost vor Minnesotas Nase. Zugegeben, mit San Francisco und Green Bay hatten die Wikinger auch schon zwei ernsthafte Gegner und haben diese Spiele, wenn auch denkbar knapp, so doch gewonnen. Vikings.

Dallas (2-2) @ Kansas City (0-4)
Dallas hat die beiden Siegen gegen die harmlosen Buccaneers (0-4) und die von der Rolle geratenen Panthers (0-3) geholt. Die Niederlagen kamen gegen die Giants (4-0) und die Broncos (4-0). Hmm. Wenn man sich noch mehr Zahlen anschaut, bleiben die ersten vier Spiele wenig aussagekräftig. Der Angriff gewinnt zwar pro Spiel 401 yards an Raum, aber erzielt nur 24 Punkte, und der Schnitt wird auch noch von dem Spiel gegen Tampa in Woche eins mit 34 Punkte nach oben gezogen. QB Tony Romo hat in den letzten drei Spielen nur 1 TD geworfen, dafür aber 4 interceptions und einen 1 fumble verloren. Was die offense am Leben erhält, ist der Laufangriff um die RB Marion Barber, Felix Jones und Tashard Choice – zusammen 163,8 yards pro Spiel, drittbester Wert der NFL. Aber dafür erlaubt die Verteidigung auch 371,2 yards/Spiel – 26. in der NFL. Der Angriff verwandelt nur 35% der dritten Versuchs, gerade so noch mittelmäßig in der Liga (19.). Die Chiefs schießen aber den Vogel ab, wenn es um verwandelte 3rd-downs geht. 51 dritte Versuche, nur neun (9!) wurden für einen neuen ersten Versuch verwandelt, schlechtester Wert ligaweit. Die defense erlaubt: 28,0 Punkte pro Spiel (29.), 379 yards (28.), davon 250,5 durch die Luft (28.) und 128,5 auf dem Boden (23.). Cowboys.

Pittsburgh (2-2) @ Detroit (1-3)
Nachdem die Steelers in Chicago und in Cincinnati verloren haben, haben sie letzte Woche fast noch eine 28-0-Führung gegen San Diego verspielt. An Pittsburgh wird gezweifelt, mancherorts spekulieren Schreiberlinge, ob sie überhaupt die playoffs erreichen, die defense wird kritisiert, mit Safety Troy Polomalu fehlt immer noch einer der besten Verteidiger der Liga. Jetzt wollen die Steelers beweisen, daß sie immer noch eines der teams-to-beat sind in der AFC, da kommen die zahnlosen Lions gerade recht. Steelers.

Cleveland (0-4) @ Buffalo (1-3)

Ganz grauer Ligaalltag in Buffalo. Schlecht gegen schlechter in schlechtem Wetter an der Grenze zu Kanada. Der junge QB Trent Edwards der Bills wird aber gegen die schwachen Browns zeigen, daß er mit zwei top receivern in Lee Evans und Terrell Owens was anfangen kann. Bills.

4.05p.m.


Atlanta (2-1) @ San Francisco (3-1)

Die 49ers sind eines der Überraschungsteams dieses Jahr. Die einzige Niederlage in den ersten vier Spielen war die Schlappe in Minnesota in allerletzter Sekunde. Auf diese folgte letzte Woche das 35-0-Ausrufezeichen gegen St. Louis. San Frans Angriff ist solide, aber nach der Verletzung von RB Frank Gore mangelt es dem Laufspiel an Durchschlagskraft. Sehr kräftig dagegen ist die Verteidigung, die sehr hart und diszipliniert agiert und mit MLB Patrick Willis von einem Kandidaten für den Titel Defensive Player of the Year angeführt wird. Von den Falcons weiß man noch nicht, wo sie stehen. Zwei soliden Siegen gegen Miami und Carolina, immerhin zwei playoff Teilnehmer 2008, folgte eine schwache Vorstellung gegen New England (10-26). Das wird ´ne ganz enge Kiste, aber die `Niners werden die Falcons niederringen.

4.15p.m.

Jacksonville (2-2) @ Seattle (1-3)
Bei Seattle ist zwar nach kurzer Verletzungspause QB Matt Hasselbeck zurück, aber das wird nicht reichen. Die Jaguars scheinen ihren Rhythmus gefunden zu haben in den letzten beiden Wochen mit Siegen gegen Houston und Tennessee. Seattle unter ihrem neuen Coach Jim Mora, Jr. hat weder Rhythmus noch Identität nach drei Niederlagen in Folge. Jags.

Houston (2-2) @ Arizona (1-2)

Der Angriff der Texans um Matt Schaub kommt immer besser in Fahrt. Aber die defense ist mies. In den ersten drei Spielen haben sie durchschnittlich 436 yards zugelassen. Letzte Woche zwar nur 165 – aber das war gegen die Raiders. Der alte Kurt Warner mit seinen Cardinals hatte letzte Woche frei und konnte sich ausruhen. Das wird ein Spiel mit vielen Punkten. Letztendlich werden die erholten `Cards aber mehr Punkte machen als Houston.

Patriots (3-1) @ Broncos (4-0)

Im Battle of the Hoodies trifft Tom Brady auf seinen alten coach und offensive coordinator und Bill Belichick auf seinen alten Schüler Josh McDaniels. Es wird kaum einen Trainer in der NFL geben, der die aktuellen Patriots besser kennt als McDaniels. Er kam 2001 nach New England als personnel assistant von Belly, 2002 und 2003 war er defensive backs coach; 2004 QB-coach und ab 2006 offensive coordinator. McDaniels war neben Belichick der Architekt der offense, die 2007 eine der besten, wenn nicht die beste, aller Zeiten war. Sein Start bei den Broncos verlief unglaublich schlecht. Erst die Querelen um den mißglückten Versuch, „seinen“ quarterback Matt Cassel nach Denver zu holen, woraufhin Jay Cutler bockig wurde und unbedint wegwollte. Letzlich wurde Cutler im Tausch gegen Kyle Orton und zwei 1-st-round-picks nach Chicago geschickt. Dann wurde plötzlich auch noch Brandon Marshall, einer der besten WR der Liga bockig und wollte einerseits einen neuen Vertrag und anderseits aber auch nicht ohne Cutler unter McDaniels spielen. Marshall hat dann lächerliche Dinge im Training gemacht, woraufhin McDaniels in suspendiert hat. Daneben wurde die Verteidigung, letztes Jahr eine der schlechtesten der Liga, komplett über den Haufen geworfen. Zahlreiche neue Spieler und mit Mike Nolan ein neuer DC kamen und haben irgendwie versucht, auch noch ein neues System (3-4-defense) einzuführen. Die Broncos wurden bis zum ersten Spiel weithin als eine Mannschaft gesehen, die auf einem Niveau mit den Detroit Lions oder den Cleveland Browns ist. Und dann das! Die Broncos sind nach vier Wochen immer noch ungeschlagen, die Verteidigung erlaubt nur 6,5 (sechs komma fünf!) Punkte pro Spiel, Orton hat noch keine INT geworfen und Marshall konstant seine Leistungen gesteigert und letzte Woche gegen Dallas kurz vor Schluß auf spektakuläre Weise den siegbringenden Touchdown erzielt.

New England hat nach zwei holprigen Spielen in den letzten beiden Wochen gezeigt, daß sie (wie in den letzten Jahren immer) ganz oben mitspielen können. Erst haben sie den letztjährigen Sieger der NFC South, die Atlanta Falcons um Matt Ryan, kaltgestellt (26-10) und letzte Woche den Baltimore Ravens, die letztes Jahr im AFC Championship Game standen, eine knappe und schmerzhafte Niederlage zugefügt (27-21). Die offense kommt immer besser in Fahrt (auch wenn es noch nicht die überragende, alles plattwalzende offense von 2007 ist) und die junge, in großen Teilen umgebaute Verteidung macht einen überraschend soliden job. Letztlich wird den Ausschlag geben, daß Belichick mit seiner Erfahrung McDaniels voraus ist und Brady zeigen wird, was der Unterschied zwischen einem guten (Orton) und einem großartigen quarterback (Brady) ist. Pats.

Sunday Night Game, 8.20p.m.

Indianapolis (4-0) @ Tennessee (0-4)

Die Titans sind bis jetzt die große Enttäuschung dieser Saison. Mit ganz großen Erwartungen in diese Spielzeit gestartet, nachdem sie in der letzten Saison 13 Spiele gewonnen haben, hagelte es vier Niederlagend in den ersten vier Spielen. Dieses Sunday Night Game ist der letzte Strohhalm für Tennessee, wenn sie nicht schon für 2010 planen wollen. Ärgerlich nur, daß ausgerechnet jetzt die Colts nash Nashville kommen. Peyton Manning spielt so, als wollte er unbedingt seinen MVP-Titel aus dem letzten Jahr verteidigen. Der Angriff der Colts ist der beste der Liga. Die Verteidigung ist grundsolide. Aber weil es ein do-or-die ist für Tennessee, werden sie über sich hinauswachsen und zeigen, was in ihnen steckt. Denn im Grunde ist Tennessee ein gutes Football Team. Nur ist bis jetzt alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte. Titans.

Monday Night Game

Jets (3-1) @ Dolphins (1-3)
Das Monday Night Game ist auch diese Woche wieder ein ungemein wichtiges division-matchup. Die Jets teilen sich mit 3 Siegen aus 4 Spielen Platz eins in der AFC East mit den Patriots. Wenn die Dolphins da auch noch ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen, müssen sie dieses Spiel gewinnen. Miamis wildcat ist mittlerweile hinlänglich bekannt und doch hat es den Anschein, als würde sie immer wertvoller für die Delphine, vor allem, weil sie konstant für mindestens 4 oder 5 yards gut ist. Nach der Verletzung von QB-1 Chad Pennington muß die Wildkatze auch krallen zeigen, denn sonst sieht es ganz düster aus gegen die aggressive Verteidigung von head coach Rex Ryan und seinen Jets. Für die ist nämlich ein junger unerfahrener quarterback wie sophmore Chad Henne, der Pennington ersetzen wird, das gefundene Fressen. Das Problem für die ´Fins ist, daß ausgerechnet Rex Ryan jetzt der Cheftrainer der Jets ist. Letztes Jahr hat er in zwei Spielen als defensive coordinator der Ravens Miamis wildcat komplett lahmgelegt. Wie das geht (und auch nochmal sehr verständlich und ausführlich, wie die wildcat-offense funktioniert und was sie ausmacht), kann man hier nachlesen. Jets.