Letzte Woche habe ich 8 von 12 Spielen richtig getippt. (das Bengals-Bears Spiel hab ich vergessen zu tippen; peinlich, peinlich). Mein record nach 7 Wochen: 63-38 (62,4%) Dafür gibts diese Woche wie gewohnt alle 13 Spiele. Ja, 13! Es gibt neben der Rückkehr von Brett Favre in lila nach Lambeau auch noch 12 andere Spiele! Wirklich! Auch wenn die alle mehr oder weniger untergehen, neben einem der am meisten erwarteten regular-season games aller Zeiten.

Und als großartige Neuerung haben wir bei kicktipp.de ein flankierend zu meiner Vorschau ein Tippspiel zur NFL eingerichtet. Macht mit und meldet euch ganz einfach in unserer Liga an; ganz schnell, kostenlos und ohne Aufwand – ihr müßt nicht mal eine email-Adresse angeben.

Zu den Spielen: Sonntag, 1p.m. (18.00Uhr)
Denver (6-0) @ Baltimore (3-3)
Die Ravens sind deutlich besser, als es ihr 3-3-record aussagt. Ein verschossener FG-Versuch gegen Minnesota (31-33), ein dropped pass gegen New England (21-27) und zwei überflüssige Strafen im game-winning-drive der Bengals (14-17) weniger, und die Raben wären jetzt 6-0.

Denver dagegen gehört nicht zu den 3 oder 5 besten Mannschaften in der AFC. Sie können nach dem 6-0-start sicherlich um den AFC-West-Titel oder einen wild-card-spot mitspielen. Aber an diesem Wochenende gegen Baltimore verlieren sie.

St. Louis (0-7) @ Detroit (1-5)
Ein ganz, ganz furchtbares Spiel! Bloß nicht gucken! Not gegen Elend in Michigan, das Spiel ist natürlich nicht ausverkauft und wird darum (blackout-rule) in Detroit auch nicht im Fernsehen gezeigt. Wir setzen auf das Heimteam, weil, äh, ach einfach wegen dem Heimvorteil. Lions.

Seattle (2-4) @ Dallas (4-2)
Seattle hat wie schon letztes Jahr viel, viel Verletzungspech. QB Matt Hasselbeck und quarterback-Schreck Patrick Kearney können jetzt zwar wieder voll mittrainieren, dafür fallen nun LT Walter Jones und LB Lofa Tatupu für den Rest der Saison aus. Die Hawks können einfach keine Kontinuität entwicklen, 4 der letzten 5 Spiele gingen verloren. Der Sieg in Woche 1 war gegen St. Louis.

In Dallas siehts rosiger aus. Tony Romo hat überraschend eine ganz neue Waffe gefunden: WR Miles Austin. In den letzten zwei Spielen hat Austin 16 Bälle für 421 yards und 4 TDs gefangen. Die Boys wollen wieder ganz oben in der NFC East mitmischen und vorerst können sie das auch. Dallas.

Cleveland (1-6) @ Chicago (3-3)
Nach der peinlichen 10-45-Niederlage letzten Sonntag gegen die Bengals geben die Footballgötter Chicago noch eine Chance und werfen den Bären die Browns zum Fraß vor. In den letzten 13 regular-season games hat Clevelands Angriff 4 touchdowns erzielt. 4! Vier! IV! Bears!

Houston (4-3) @ Buffalo (3-4)
Gegen genau diese Browns haben die Bills aus Buffalo diese Saison schon verloren – 3-6 (sic!) in Woche 5. Die Texans sind so langsam ins Rollen gekommen, haben 3 ihrer letzten 4 Spiele gewonnen und sehen so aus, als könnten sie dieses Jahr wirklich das Überraschungsteam in der AFC werden, eine Rolle die ihnen vor jeder der letzten drei Spielzeiten zugeschrieben wurde. Eine der Gründe für ihren Erfolg ist QB Matt Schaub, führt er doch die NFL an mit 16-TD-Pässen und 2074 yards.

Aber das Spiel ist in Buffalo. Im November. Es wird kalt, stürmisch und wahrscheinlich wirds auch noch regnen, wenn nicht sogar schneien. Das ist nicht der richtige Ort für einen dieser schönen Quarterbacks aus dem warmen Texas. Bills

NY Giants (5-2) @ Philadelphia (4-2)
Passend zur World Series spielen an diesem Wochenende auch die Footballer aus Philadelphia und New York gegeneinander. Wenn die Erzrivalen New York Football Giants und Philadelphia Eagles aufeinanderprallen, gibt es immer einen harten fight, in den letzten 12 Monaten hatten die Eagles die Oberhand. 2008 haben sie in der regular-season in New York gewonnen und dann die Giants auch noch aus den Playoffs geworfen. Dazu kommt, daß die Giants derzeit in einem kleinen Lock stecken. Nach viel Kanonenfutter zu Beginn der Saison (Redskins, Chiefs, Bucs, Raiders) haben sie ihre letzten beiden Spiele gegen die Saints und die Cardinals verloren. The trend is your firend: Eagles.

Miami (2-4) @ NY Jets (3-3)
Die Dolphins sind das beste running-Team der NFL – die Jets haben vor zwei Wochen ihren wichtigsten run-stopper, den riesige NT Kris Jenkins für den Rest der Saison durch eine Verletzung verloren. Letzte Woche haben sie auch noch ihre Allroundwaffe Leon Washington verloren. Und die Sanchize spielt seit Wochen, wie ein rookie-QB nunmal spielt: mäßig bis mies. Vor zwei Wochen 5 INTs gegen Buffalo und letzte Woche in Oakland nur 9 vollständige Pässe.

Die Dolphins haben auch einen jungen QB, sophmore Chad Henne. Aber wenn alles nach Plan läuft, werden sie diesen gar nicht oft brauchen. Miami läuft und läuft und läuft – ob aus einer gewöhnlichen Formation heraus oder aus der wildcat. Das hätte letzten Sonntag sogar fast gegen die Saints (6-0) gereicht, wenn nicht im vierten Viertel dämliche überflüssige Ballverluste und fallengelassene Pässe den Heiligen den Sieg geschenkt hätte. Dolphins.

San Francisco (3-3) @ Indianapolis (6-0)
Nach zwei Auftaktsiegen gegen die division-rivals Arizona und Seattle gabs 3 Niederlagen in den letzten 4 Spielen. Das sieht aber schlimmer aus, als es war. Ein Spiel ging in allerletzter Sekunde gegen Minnesota verloren, als WR Greg Lewis den catch seines Lebens macht. Letzte Woche unterlag man Houston nur mit drei Punkten (21-24). Und es gibt eine gewichtige Neuerung bei den Niners: head coach Mike Singletary hat den starting-QB ausgewechselt. An der Stelle von Shaun Hill läuft jetzt Alex Smith auf. Smith wurde letzte Woche gegen Houston das erstemal eingewechselt und hat mit 3 touchdowns in der zweiten Halbzeit fast noch das comeback geschafft.

Bei fast jedem anderen Gegner würde ich sagen: Sieg Niners! Aber nicht gegen diese Colts. Peyton Manning nimmt ganz klar Kurs auf die Verteidigung seines MVP-Titels und noch wichtiger ist, daß die Colts eine überraschend starke Verteidigung haben. In den sechs Spielen haben sie nur 6 TDs zugelassen, und davon kamen zwei auch noch von Seattle nachdem sie in Woche 4 im viertel Viertel schon mit 3-34 zurücklagen. Schade für die Niners, aber das Ding gewinnt Indy.

4.05p.m. (21.05Uhr)
Jacksonville (3-3) @ Tennessee (0-6)
Auch in Nashville werden die Quarterbacks gewechselt. Vince Young ist (mal wieder) der QB der Zukunft für die Titans. Head coach Jeff Fisher hat den Veteranen Kerry Collins auf die Bank verbannt, nachdem er es vor zwei Wochen gegen New England geschafft hat, in dem gesamten Spiel für insgesamt -7 (minus sieben!) yards zu werfen. Die Titans planen schon für 2010. Jacksonville dagegen muß unbedingt den Anschluß halten, an die vielen Wild-Card-Aspiranten in der AFC. Jags.

Oakland (2-5) @ San Diego (3-3)
Zu den Raiders: Defense – geht so. Offense – Lächerlich. Punkte in den letzten 6 Spielen: 13, 3, 6, 7, 13, 0. San Diego schleicht sich langsam, aber sicher wieder an die Broncos (6-0) heran, bevor es in Woche 11 zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten und die Krone der AFC West kommt. Chargers.


4.15p.m. (22.15Uhr)

Carolina (2-4) @ Arizona (4-2)
Und auch Carolina hat ein Problem auf der Spielmacherposition. Ihr QB Jake Delhomme hat in seinen letzten sieben Spielen (sechs in dieser Saison und das Divisional-Playoff-Spiel gegen Arizona im Januar) 21 Ballverluste produziert. Wie wollen die Panthers denn so ein Spiel gewinnen? Und jetzt müssen sie auch noch nach Arizona, wo nach Holperstart alles wieder seinen gewohnten Gang geht: drei Siege in Folge, darunter letzte Woche der Sieg gegen die als sehr stark eingeschätzten New York Giants. Cards.

Minnesota (6-1) @ Green Bay (4-2)
Zuallererst mal gehts in diesem Spiel um den Titel der NFC North. Das darf man bei dem ganzen Hype um Favres Rückkehr ins Lambeau Field nicht vergessen. In Woche 4 haben die Vikes das Hinspiel knapp gewonnen. Wenn sie am Sontag das Rückspiel auch noch gewinnen, haben sie schon einen 3-Spiele-Vorsprung vor dem Pack. Es geht also um alles für Green Bay – wenn sie verlieren, können sie den NFC-North-Titel schon so gut wie abschreiben, wenn sie gewinnen, ist alles wieder offen. Nächste Woche gehts nach Tampa und da ist ein Sieg schon fest eingeplant; Minnesota hat nächste Woch frei. Mit einem Sieg von Green Bay wären also nach nächster Woche beide Teams bei 6-2 insgesamt und 1-1 im direkten Vergleich.

Zum eigentlichen Spiel: Green Bay hat ein ganz großes Problem, und das ist die offensive line. Viele Verletzungen und infolgedessen viel Rotation und viele junge Spieler in der Linie. Im Spiel in Woche 4 in Minnesota hat DE Jared Allen 4,5 sacks eingesammelt und wenn die protection diesen Sonntag nicht besser wird, könnte es wieder ein dreckiger Tag für QB Aaron Rodgers werden. Jared Allen und seine drei Nebenmänner Pat und Kevin Williams und Ray Edwards bilden gemeinsam eine der besten defensive lines der NFL. Aber die haben auch Schwächen und die konnte man in den letzten beiden Spielen gegen Pittsburgh und Baltimore sehr gut sehen. Gerade Allen geht immer nur mit Volldampf auf den QB, wenn man das weiß, kann man das sehr effektiv ausnutzen, indem man screen-Pässe zu Allens Seite auf den RB wirft. Allen ist dann ja immer schon weg und wundert sich, daß der QB gar nicht mehr den Ball. Gerade Baltimores Ray Rice hat vor zwei Wochen immer wieder viel Platz zum Laufen nach einem kurzen Paß gehabt. Eine andere Schwäche der Vikings ist die secondary. CB Antoine Winfield, einer der besten corners der Liga ist verletzt und mit Safety Darren Sharper haben sie ihren erfahrensten defensive back nach New Orleans ziehen lassen und der fehlt jetzt an allen Ecken und Enden. Green Bay dagegen hat eines der besten passing games der NFL; Aaron Rodgers führt die Liga mit 9,3 yards/Paßversuch an und die WR Greg Jennings und Donald Driver können jederzeit ein big-play auspacken und über das ganze Feld in die Endzone laufen.

Rodgers nimmt trotz Feuer von Jared Allen die secondary der Vikings auseinander. Pack.

Sunday Night Game
Kein Sunday Night Game auf NBC diese Woche. Al und Chris machen diesen Sonntag Pause und melden sich in Woche 9 zurück mit dem Aufeinandertreffen der Erzrivalen Philadelphia und Dallas.

Monday Night Game, 8.30p.m. (02.30Uhr)

Atlanta (4-2) @ New Orleans (6-0)

In der NFC South gibts eine ähnliche Konstellation wie in der NFC North. Mit einem Sieg am Montag hätten die Saints schon drei Spiele Vorsprung auf ihre ärgsten Verfolger, die Atlanta Falcons. Wenn Matt Ryan dagegen die Falcons zu einem Sieg in New Orleans führen kann, bleibt das Rennen um die Krone der NFC South offen.

Atlanta hat letzte Woche nur ärgerlich gegen Dallas verloren, auch wenn das Ergebnis eine andere Sprache spricht. Die Falcons sind ein gute Team, für sie steht viel auf dem Spiel und nach der Niederlage letzte Woche und der Situation in der NFC South vor Augen, werden sie auch hochmotiviert sein. Aber diese Saints haben einfach einen Lauf, in den sechs Spielen haben sie vier mal mindestens 45 Punkte gemacht und die defense unter dem neuen DC Gregg Williams ist wirklich stark. Saints.