Don’t it always seem to go
That you don’t know what you’ve got
Till it’s gone

Eine Zeit OHNE NBA.

Das könnte für alle Fans der NBA bald Realität werden. Am kommenden Wochenende findet ja das ASG in Dallas statt, vor ca. 100.00 Fans im neuen Cowboys Stadium.

Was aber nur wenige Leute sehen werden ist die erste Verhandlungsrunde zwischen der Spielergewerkschaft auf der einen Seite und die NBA mit den Teambesitzern auf der anderen.

Der momentane „Tarifvertrag“ (Collective Bargaining Agreement) läuft am 01.07.2011 aus – kann aber von Seiten der Besitzer um 1 Jahr verlängert werden – und regelt Dinge wie Vertragslaufzeiten, Maximalgehälter, Garantiesummen usw.

Da aber die NBA wie alle anderen „Ökonomien“ auch unter der „Finanzkrise“ leidet, drängen die Teambesitzer auf drastische Änderungen. Auch wenn erste Details erst nächste Woche besprochen werden, sind schon erste Änderungsvorschläge ins Netz gedrungen.

1. Verkürzung maximale Laufzeiten der Verträge von 6 auf 5 Jahre (bei eigenem Team) und von 5 auf 4 Jahre (bei neuem Team).

2. Absenkung der Maximalhöhe der Gehälter auf ein Drittel (momentan ca. 120 Mio für 6 Jahre) und zwar für alle Verträge – AUCH die momentan geltenden!

Das wird gerade den Superstars nicht schmecken.

3. Abschaffung der vollständig garantierten Verträge. Hier ist einen Absenkung auf 50% im Gespräch oder die Regelung die ersten Jahren zu garantieren und dann Leistungsorientierte Bewertungsmasstäbe ansetzten

4. Hard Cap. Der Salary Cap gibt die Höhe der maximalen Ausgaben für Spielergehälter an. Dennoch kann man den Salary Cap überschreiten und muss ab einer bestimmten Höhe eben „nur“ eine Strafe (Luxury Tax) zahlen. Beim Hard Cap darf /kann man einfach nicht mehr ausgeben als der Cap vorgibt – ähnliches gilt in der NFL. Jeder Vertragsabschluss muss von der NBA abgesegnet werden und darf eben den Cap nicht überschreiten. Dies tut insbesondere den „normalen“ NBA-Spielern weh, da die Superstars weiter mit Geld (zwar wohl weniger – siehe 2.) zugeschüttet werden und dann weniger für die restlichen Spieler übrig bleibt.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass es bei Vertragsverhandlungen erstmal darum geht die Messlatten hoch zu legen, um sich dann später anzunähern – was auch Derek Fisher diese Woche thematsiert hatte, aber es kann hässlich werden.

Im schlimmsten Fall kann es sein, dass eine der Seiten einen Lockout forciert – nach den momentanen Vorschlägen eher die Seite der Spieler – und wir dann ohne NBA dastehen. Nicht das ich deswegen weinen würde, aber schade wärs schon – was soll man sonst die ganzen langen, kalten und dunklen Wintermonate machen?? Aber Spass beiseite, ein Ausschluss – egal von welcher Seite – schadet dem Produkt NBA und uns Fans, oder erinnert sich noch jemand an die NHL??

Es sind noch 18 Monate bis der aktuelle CBA asuläuft, bis dahin kann viel passieren. 4/4 hält euch auf dem laufenden.