Mit dieser O-Line können die Bears einpacken. Nachdem QB Jay Cutler letzte Woche in weniger als einer Halbzeit fünfmal von verschiedenen Raiders gesackt wurde, waren es diesesmal gegen die Arizona Cardinals in einer Halbzeit vier Sacks. Von der Linie (LT Chris Williams, LG Roberto Garza, C Olin Kreutz, RG Lance Louis, RT Frank Omiyale) ist nur Kreutz ein solider Starter. Louis wurde 2009 in der 7. Runde gedraftet, stand dreimal auf dem Spielberichtsbogen, war aber nicht aktiv. Omiyale hat letztes Jahr noch Left Guard gespielt, soll jetzt die Seite wechseln und von Guard auf Tackle. LT Chris Williams wurde 2008 von den Bears in der 1. Runde gedraftet (14.), hat letztes Jahr als Right Tackle angefangen und während der Saison auf links gewechselt; hat in seinen zwei Jahren nicht annähernd seine Draft-Position gerechtfertigt. Garza hat letztes Jahr noch Right Guard gespielt und soll jetzt auf links, weil die Bears da sonst niemanden haben. Einzig Kreutz hat einige Erfahrung auf seiner Position, seit 12 Jahren ist er jetzt schon der Center der Bears. Doppelt gefährlich ist diese neu zusammengewürfelte Linie für die Bears, weil 1)der neue OC Mike Martz, Mastermind der Greatest Show on Turf in St. Louis, lange Routen für die WR bevorzugt, die mehr Zeit brauchen und 2) weil QB Cutler nicht besonders gut unter Druck spielt und 3) die WR Johnny Knox, Devin Hester und Devin Aromashodu angeblich alle ganz viel Potential und upside und Talent haben, aber noch keiner bewiesen hat, daß er ein guter NFL-WR ist. Cutlers Zahlen in den Preseason Games bis jetzt: gegen San Diego 2/2, 47 Yards, 1 Sack; gegen Oakland 7/15, 99yds, 1TD, 5 Sacks; gegen Arizona 10/20, 129yds, 2INTs, 4 Sacks. Auf der anderen Seite kommt noch dazu, daß die Bears keine guten Cornerbacks haben, nicht wissen, wer da Safety spielen soll und nach MLB Brian Urlacher jetzt auch noch OLB Lance Briggs verletzt ist. Es könnte ganz tief abwärts gehen für die Bears. Es wäre keine Überraschung, wenn Chicago am Ende noch hinter den Lions auf dem letzten Platz der NFC North landet.

Die Oakland Raiders haben sich als Ersatz für JaMarcus Bustell bekanntermaßen den langweiligen caretacker Jason Campbell von den Washington Redskins geholt. Nachdem Campbell im zweiten Viertel gegen die 49ers ausgewechselt wurde, kam Bruce Gradkowski ins Spiel und führte die Offense in seinen ersten drei Drives zu zwei TDs und einem Field Goal; seine Stats: 14/22, 202 Yards, 2TDs, 0INTs. Zum Ende der letzten Saison, als Russell nicht mehr spielen durfte, sah Gradkowski auch schon recht gut aus. Unter anderem führte er die Raiders zu einem comeback victory gegen die Steelers. Hey Cableman, gib Gradkowski ´ne Chance als Starter!

Brett Favre hat gegen die Seahawks acht Serien gespielt. Ergebnis: 1 Touchdown, 1 Field Goal, 1 Fumble, 2 Interceptions. (16/26, 187 Yards, 0 TDs, 2INTs, 1 Fumble.) Die Vikes haben, ähnlich wie die Bears, ein Problem mit ihrer O-Line. Die Typen sind entweder zu alt (LT McKinnie, LG Hutchinson), zu jung (RT Loadholt) oder völlig unbekannte (RG DeGeare); schlechte Voraussetzungen, wenn dahinter ein 40-jähriger QB steht.

Die Defense der New York Jets scheint ja wieder ganz gut zu sein, aber die Offense, gerade das passing game, sieht ziemlich schlecht aus. Die Ergebnisse der Drives gegen die Washington Redskins: FG, Punt, Punt, Interception, Punt, Fumble, Missed FG, Punt, Touchdown, Punt, Fumble, Fumble – insgesamt 9 Punkte. (QB Mark Sanchez hat bis zu dem TD im vierten Viertel gespielt; 13/21, 139 Yards, 1TD, 1INT. Mehr zum passing game und zu Sanchez hier.)

Die Baltimore Ravens haben beeindruckend bestätigt, warum sie vielerorts der sexy pick für den Super Bowl sind. In der ersten Hälfte haben die Ravens-First-Teamer die erste Garde der New York Giants auseinander genommen. 17 zu 5 1st Downs, 243 zu 110 Yards, 17 zu 3 Punkte.

Beim Spiel der Indianapolis Colts gegen die Green Bay Packers gabs insgesamt 83 Punkte (59-24 Packers), aber die große Story war eine kleine Regeländerung, die Peyton Manning gar nicht gefällt.